Vernickeln

Ein weites Gebiet der modernen Vernicklung nimmt die Halbglanzvernicklung ein. Die Bezeichnung wird dem Anwendungszweck dieser Nickelschichten nicht gerecht. Man scheidet Halbglanznickelschichten – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nicht ihres Halbglanzes wegen ab, sondern sie haben deshalb so sehr an Bedeutung gewonnen, weil sie besondere korrosionstechnische Forderungen erfüllen.

Unter Halbglanznickel in diesem Sinne versteht man also Nickelschichten, die besonderen technischen Anforderungen genügen, und zwar vor allem hinsichtlich des Korrosionsschutzes. Halbglanznickelschichten müssen edler sein als Glanznickelschichten. Damit ist aber auch bereits festgelegt, dass eine ganze Reihe von Zusatzstoffen, die an sich Einebnung und Halbglanz erzeugen würden, nicht verwendet werden dürfen.

 

 
Anwendungsgebiete Elektrotechnik, Elektronik, Mess-Regeltechnik, Maschinenbau, Anlagenbau, Möbelindustrie
Besonderheiten Es können sehr weiche Oberflächen mit gutem Korrosionsschutz erzeugt werden, magnetisch, sehr gute Lötbarkeit, beste Diffusionssperre, gute Beständigkeit gegen die meisten verdünnten Säuren und Laugen
Schichtverformbarkeit,
Duktilität
Sehr gut, beste unter den Nickelschichten
Anwendungstechniken Gestell, Vibrobot, Trommel
 
Abgeschiedenes Metall bzw. erzeugte Schicht Nickel (99,9 %)
Härte in Vickers 200 HV, hier kann sehr effizient durch spezielle Verfahren eine weitere Reduktion erfolgen
Leitfähigkeit 10,5 Ms/m
Schmelzpunkt 1453 °C
Farbe Silbrig-weiss
Anlaufbeständigkeit Sehr gut
Schichtdickenmessung
erfolgt durch
Röntgenfluoreszenzmessgerät auf 0,1 Mikrometer (µm) genau
 

 Techn. Abklärung:

 

Halil Cebeci

Tel: 061 / 965 95 01

E-Mail: halil.cebeci@rero-ag.ch